R wie Reifenmanagement

Ein professionelles Reifenmanagement ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit von Fuhrparkverantwortlichen. Das gilt sowohl im Hinblick auf die Verkehrssicherheit als auch die Kosten. Beim Reifenmanagement wird die Auswahl und Kontrolle der Reifen geregelt und dabei werden die gesetzlich vorgeschriebenen Bestimmungen hinsichtlich Reifenwechsel und Profiltiefe eingehalten.

    Reifenmanagement im Fuhrpark

    Die Manager:innen von umfangreichen Fahrzeugflotten sind unweigerlich mit dem Thema Reifenmanagement konfrontiert. Wichtige Komponentensind Kosteneinsparungspotenziale, gesetzliche Vorgaben und natürlich die Sicherheitsrelevanz. Generell ist das Reifenmanagement durchaus ein Servicethema, das gerade bei größeren Fuhrparks schnell Kapazitäten binden kann. Das Reifenmanagement beinhaltet die Auswahl und Kontrolle der richtigen Reifen für den Fuhrpark unter Einhaltung gesetzlicher Vorschriften. § 36 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) gibt Regelungen bezüglich der Bereifung, der Profiltiefe und der Art der Reifen vor. Außerdem ist in § 2 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) die Pflicht zum Räderwechsel festgehalten. Aus diesem Grund sind Reifen regelmäßig im Rahmen der vom Hersteller vorgegebenen Wartungen zu prüfen und müssen an das Fahrzeug angepasst sein. Eine weitere Prüfung findet im Rahmen des saisonalen Radwechsels über die Reifenpartner statt. So lässt sich die Gefahr von Unfällen minimieren.

    „Kontinuierlich geprüfte Reifen fahren stets mit dem richtigen Fülldruck, was den Treibstoffverbrauch reduziert und die damit verbundenen Kosten sowie Emissionen  senkt. Zugleich ist der Reifenabrieb gleichmäßiger, was den Verschleiß reduziert und einen vorzeitigen verschleißbedingten Ersatz vermeidet“, sagt Patrick Stieger Teamleiter Repair & Maintenance bei Athlon. Außerdem werden so abgefahrene Reifen rechtzeitig ersetzt. Das vermeide Straf- und Bußgelder bei Fahrzeugkontrollen, weiß der Experte.

    Luftdruck und Profiltiefe im Blick behalten

    Wesentliche Bestandteile des Reifenmanagements sind der korrekte Luftdruck sowie die Profiltiefe. Der Reifendruck beeinflusst das Fahrverhalten und die Kosten. Idealerweise sollte der Luftdruck monatlich überprüft werden. Insbesondere neuere Fahrzeugmodelle besitzen ein integriertes Reifendruckkontrollsystem, dass bei Abweichungen warnt. Das entbindet den Fahrer jedoch nicht von der Verantwortung eigenständig den Luftdruck und die Profiltiefe regelmäßig zu kontrollieren. Bei längeren Urlaubsreisen oder intensiver Außendiensttätigkeit mit maximaler Fahrzeugbeladung muss der Luftdruck vor und nach der Fahrt angepasst werden. Die Angaben zum Luftdruck sind der Betriebsanleitung zu entnehmen oder auf einem Aufkleber im Türrahmen oder an der Tankklappe zu finden.

    Ein zweiter wesentlicher Faktor ist die Profiltiefe. In der Regel haben neue Autoreifen eine Profiltiefe von acht Millimetern (Sommerreifen) oder neun Millimetern (Winterreifen) – abhängig von Hersteller und Modell. Durch das Fahren entsteht allerdings Abrieb, weshalb sich die Profiltiefe mit der Zeit verringert. Laut §36 StVZO muss bei Pkws mindestens eine Profiltiefe von 1,6 mm eingehalten werden. Wird dagegen verstoßen, drohen Bußgelder und Punkte. Wichtig: Bei falscher Bereifung haften nicht nur Fahrer:innen, sondern auch Halter:innen.

    Saisonaler Räderwechsel

    Die Pflicht zum Räderwechsel ist in §2 StVO festgehalten. Dieser besagt, dass Winterreifen zu nutzen sind, sobald es zu Schnee und Eis kommt. Da das auch recht kurzfristig eintreten kann, halten sich viele Fuhrparkverantwortliche an die Regel „O bis O“ (Oktober bis Ostern) und nutzen in dieser Zeit die Winterreifen, auch wenn es keine explizite Winterreifenpflicht gibt. Als Alternative zu Sommer- und Winterreifen können auch Allwetterreifen zum Einsatz kommen. Diese können das gesamte Jahr lang genutzt werden. Der Vorteil ist hierbei, dass kein Reifenwechsel stattfinden muss, da sie sowohl Eigenschaften von Sommer- als auch von Winterreichen besitzen. Der Nachteil ist allerdings, dass sich Allwetterreifen besonders bei Vielfahrenden schneller abnutzen und dementsprechend früher erneuert werden müssen. Recht großer Aufwand ist, die saisonalen Reifen einzulagern sowie verfügbare und zuverlässige Werkstätten zu finden, da diese im Frühjahr und Herbst stark ausgelastet sind. „Termine für den Radwechsel sollten rechtzeitig vereinbart und geplant werden, um langen Wartezeiten entgegenzuwirken“, sagt Patrick Stieger von Athlon.

    Reifenmanagement mit Partnern umsetzen

    Generell ist das Reifenmanagement ein Servicethema, das insbesondere bei größeren Fuhrparks schnell Kapazitäten binden kann. Im Rahmen des FullServiceLeasing bei Athlon kann der Baustein „Reifenservice“ Unterstützung bieten. „Wenn das Fahrzeug neue Reifen benötigt, oder diese entsprechend der Jahreszeit gewechselt werden müssen, kann auf der Liste der Reifenpartner von Athlon ein Reifenservice in der Nähe gefunden werden. Als Legitimation benötigen unsere Kunden ihre Service-Karte von Athlon. Über unsere Reifenpartner werden vornehmlich Premiumreifen verbaut. Die Abrechnung erfolgt schließlich ganz einfach zwischen dem Reifenpartner und uns“, erklärt Patrick Stieger.