Demobilisierung als Chance für das Automobil

Die Corona-Pandemie beeinflusst das Leben aller Bürger und Unternehmen nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Die ergriffenen Maßnahmen haben vorübergehend sowohl das private als auch ökonomische Leben in noch nie dagewesener Weise eingeschränkt. In den meisten europäischen Ländern, wie auch in Deutschland, werden derzeit die Maßnahmen gegen die rasante Ausbreitung des COVID-19 Virus schrittweise zurückgefahren. Die Unternehmen müssen jedoch umdenken und sich auf geänderte Bedürfnisse von Mitarbeitern, Kunden und Verbrauchern einstellen.

Für die Flottenmanager heißt es nun konkret, die Mobilität für die Mitarbeiter möglichst ohne Einschränkungen weiterhin sicherzustellen und sich gleichzeitig an den geänderten Bedarf anzupassen.

Während der Hochphase der Pandemie hat Dataforce im Rahmen einer Studie Fuhrparkmanager zu den Auswirkungen der Maßnahmen auf den Alltag befragt.

Mehr als 80% der befragten Fuhrparkmanager gaben an, trotz der Krise Ihren Aufgaben weitestgehend unverändert nachgehen zu können. Des Weiteren wurden die Auswirkungen auf das eigene Unternehmen im Ganzen und die Wirtschaftslage im Allgemeinen wesentlich höher eingeschätzt als auf das eigene Fuhrparkmanagement. Lediglich 30% gingen Ihrer Tätigkeit aus dem Homeoffice nach, meist mit nur geringen Einschränkungen auf die interne und externe Kommunikation.

Die zu erwartenden Veränderungen für den Fuhrpark und die Unternehmensmobilität sind demnach nicht kurzfristig, sondern eher langfristig zu erwarten. 10-15% der Fuhrparkmanager rechnen damit, dass sich die Zahl der Firmenwagen in den eigenen Fuhrparks verringern wird. 50% gehen davon aus, dass die Kosten im Fuhrpark zukünftig gesenkt werden müssen.

Aber auch kurzfristig hat die Pandemie unser Mobilitätsverhalten erheblich verändert. Nach wie vor sind nur wenige Flugzeuge am Himmel zu sehen und auch Pendlerstaus bleiben weitestgehend aus. Nicht, weil wir die Mobilität ökologisiert, sondern weil wir uns demobilisiert haben. Wir haben – nicht ganz freiwillig – auf Mobilität verzichtet. Auf der anderen Seite wird das eigene Automobil wertgeschätzt. Während der öffentliche Personennah- und Fernverkehr nach Möglichkeit gemieden wird, steht das eigene Auto ganz oben auf der Liste der bevorzugten Verkehrsmittel. Als erweiterte sichere Privatsphäre dient unser Auto sogar unserem Schutz bei Kino- oder Konzertbesuchen.

Gleichzeitig sind alternativ angetriebene Fahrzeuge, vor allem Plug-In Hybride und vollelektrische Modelle, stärker nachgefragt als jemals zuvor. Trotz der enormen Rückgänge bei den Neuzulassungen in den vergangenen Monaten, können alternativ getriebene Fahrzeuge dem Trend trotzen und legen im Vorjahresvergleich um knapp 70% zu. Das Angebot wird größer und die Kosten zwischen konventionellen und alternativen Antrieben werden vergleichbarer, sodass sich ein Vergleich nach TCO (Total Cost of Ownership) wirklich lohnt. Zusätzlich sorgen die finanziellen Anreize und Förderungen für alternativ getriebene Fahrzeuge, insbesondere für Firmenwagenfahrer, dafür, dass die Nachfrage steigt.

Schließlich ist zu sagen, dass das Auto in unserer mobilen Zukunft weiterhin eine zentrale Rolle spielen wird. Auch wenn wir mit Sicherheit weniger Kilometer zurücklegen werden und schon bald mehrheitlich alternativ getriebenen Fahrzeugen den Vorzug geben werden.

Weitere Infos auch unter https://www.dataforce.de/studie-corona-fuhrparkleiter-2020/*


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